Sisyphusarbeit – Die Bestrafung von Sisyphos 4.33/5 (12)

Wer war sisyphoS?

Die historische Figur des Sisyphos lebte wahrscheinlich um das Jahr 1.400 v. Chr. und gilt als Gründer, sowie erster König der griechischen Stadt Korinth. Ansonsten ist nichts über die historische Person bekannt.

Sisyphos Sage

Heutzutage ist er jedoch vor allem aus der Sisyphos-Sage bekannt, die ihn als trickreichen und verschlagenen Menschen darstellt, der die Götter an der Nase herum führte. So verriet er dem Flußgott Asopos, dass der Göttervater Zeus dessen Tochter Aigina entführt hatte, da er sich in ihre Schönheit und ihr liebreizendes Wesen verliebt hatte. In Gestalt eines Adlers brachte Zeus die schöne Aigina auf die Insel Oinone, die später nach Aigina benannt wurde. Sisyphos hatte die Entführung beobachtet und berichtete dem traurigen Flußgott vom Schicksal seiner Tochter. Um Sisyphos für seinen Verrat zu bestrafen, schickte Zeus den Totengott Thanatos zu Sisyphos. Doch Sisyphos konnte Thanatos überlisten, indem er ihn betrunken machte und ihn fesselte. Somit war Thanatos Macht über die Toten gebrochen, und niemand starb mehr. Dem Kriegsgott Ares missfiel dies, da auch keine Krieger mehr auf den Schlachtfeldern starben, um ihm zu huldigen. Ares befreite Thanatos von seinen Fesseln und verbannte Sisyphos zur Strafe in die Unterwelt des Gottes Hades. Doch Sisyphos wies seine Frau an, ihm keinerlei Totenopfer darzubringen und seinen Leichnam nicht bestatten zu lassen. Hades war hierüber sehr erbost, und stellte Sisyphos zur Rede. Er überredete Hades, ihn für kurze Zeit wieder in die überirdische Welt zu entlassen, damit er seine Frau anweisen könne, die Totenopfer für ihn darzubringen. Hades ging auf diesen Vorschlag ein, aber Sisyphos dachte nicht daran, sich an die Vereinbarung zu halten. Wieder im Reich der Lebenden, genoss er weiterhin sein Leben an der Seite seiner Frau und verspottete Hades. Thanatos hatte nun endgültig genug von den Anmaßungen des Sisyphos, und brachte ihn gewaltsam ins Totenreich.
Zur Strafe musste der ehemalige König von Korinth einen schweren Felsbrocken einen steilen Hang hinaufrollen. Sisyphos konnte den Fels nur unter allergrößten Anstrengungen den Berg hinauf bewegen. Doch jedes Mal, wenn er fast den Gipfel erreicht hatte, entglitt ihm der Stein und rollte wieder ins Tal hinab, wo Sisyphos von vorne begann. Bereits seit der Antike ist mit dieser Sage auch der Begriff der „Sisyphusarbeit“, bzw. der „Sisyphusaufgabe“ verbunden. Auf diese Weise werden Aufgaben bezeichnet, die sich trotz größter Mühen niemals bewältigen kann. Der griechische Philosoph und Dichter Homer beschreibt in seiner „Odysssee“ eindringlich, wie Sisyphos versucht, den schweren Felsbrocken mit beiden Armen und Beinen zusammen, den steilen Hang des Berges hinaufzurollen. Seine Schilderungen spiegeln auch die Schmerzen, unter denen Sisyphos seine Arbeit verrichtete, und die Verzweiflung des Bestraften wider.

Neubewertung des Mythos

Eine Neubewertung des Mythos fand 1942 durch den französischen Schriftsteller und Philosophen Albert Camus statt. In seinem Essay „Der Mythos des Sisyphos“, stellte er Sisyphos in Beziehung zum Existentialismus, und sorgte somit dafür, dass in Literatur und Kunst eine differenziertere Betrachtung der Figur des Sisyphos stattfand. Stand anfangs noch die Bestrafung des Sisyphos, für seinen Frevel an den Göttern, im Mittelpunkt der Sage, wurde die Figur des Königs zu Korinth in der Neuzeit zum Sinnbild für vergebliche Anstrengungen.

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© Mopic / Fotolia

Sisyphosarbeit in der Sage

Der Mythos des Sisyphos handelt von der Geschichte eines sehr klugen, aber auch hochmütigen Mannes. Sisyphos lebte um 1400 vor Christo. Er war der Erbauer und König von Korinth, einer Hafenstadt am Golf von Korinth in Griechenland. Sein herablassendes Wesen forderte die Götter heraus. Einst beklagte sich der Flussgott Asopos bei Sisyphos, dass seine Tochter Aigina geraubt worden sei. Sisyphos wusste, dass Zeus die Tochter von Asopos entführt hatte. Die wahren Hintergründe der Entführung wollte der König dem Flussgott nur unter einer Bedingung verraten. Asopos sollte die Burg von Korinth mit einer Quelle versorgen. Zeus hörte von dem Vorgang und verdammte Sisyphos zur Strafe in die Unterwelt. Dort musste er einen Felsbrocken einen Hügel hinaufwälzen. Die Sisyphosarbeit nahm kein Ende, weil der Felsen jedes Mal wieder ins Tal hinabrollte. Der Ursprung des Begriffs liegt also in der Bestrafung, die Sisyphos auferlegt wurde.

Definition Sisyphusarbeit / Sisyphusaufgabe

Der Begriff kann wie folgt definiert werden.

  • eine Arbeit die trotz dauerhafter Anstrengung niemals fertiggestellt wird
  • mühevolle aber ergebnislose Arbeit
  • sinnlose Arbeit
  • vergebliche Arbeit
  • unnötig schwere Aufgaben
  • Tätigkeiten, die nicht zum Erfolg führen
  • Herkulesaufgabe

Beispiele für Sisyphusarbeiten

  • Bei starkem Wind Laub fegen
  • Während einer Party den Boden putzen

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Hochwertiger Artikel des Postillions

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3 Gedanken zu „Sisyphusarbeit – Die Bestrafung von Sisyphos

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